M u s i k w i s s e n s c h a f t
Reihen:
1) Jacques-Offenbach-Studien
2) Forum Musikwissenschaft
3) Einzeltitel
Sämtliche Titel sind auf dieser Seite verzeichnet (einfach runterscrollen).
Publikationsreihe der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (Forschungsstelle Jacques Offenbach) in Verbindung mit der Jacques-Offenbach-Gesellschaft Bad Ems
Redaktion: Peter Ackermann und Ralf-Olivier Schwarz
Seit einigen Jahren bereits wird an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main im Rahmen einer Forschungsstelle Jacques Offenbach zu Leben und Werk des deutsch-französischen Komponisten geforscht. Um die Ergebnisse dieser Arbeit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, wurde nun in Verbindung mit der Jacques-Offenbach-Gesellschaft Bad Ems eine neue Publikationsreihe ins Leben gerufen, die im Musikverlag Burkhard Muth erscheinenden Jacques-Offenbach-Studien .
Band 1
Peter Ackermann/Ralf-Olivier Schwarz/Jens Stern (Hrsg.)
Jacques Offenbach und das Théâtre des Bouffes-Parisiens 1855
Bericht über das Symposion Bad Ems 2005
Inhalt:
1) Peter Hawig: Offenbachs Bouffes-Parisiens. Ein Knotenpunkt nicht nur des französischen Musiktheaters
2) Robert Pourvoyeur: Offenbach und das "genre primitif et vrai"
3) Jean-Claude Yon: Die Gründung des Théâtre des Bouffes-Parisiens oder die schwierige Geburt der Operette
4) Ralf-Olivier Schwarz: Operette und Vaudeville im Vorfeld der Bouffes-Parisiens
5) Jean-Christophe Keck: La situation des sources - l'exemple de Trafalgar
6) Ralph-Günther Patocka: "Reden Sie nicht chinesisch...!" oder Ba-Ta-Clan -
...ein buffonesker Exkurs in französischer Theater- und Revolutionsgeschichte
7) Winfried Kirsch: Le Violoneux und die Einakter-Dramaturgie Jacques Offenbachs
8) Volker Klotz: Ein halbes Jahrhundert später. Offenbach getreuster Nachfahre:
...Claude Terrasse und seine Operette Le Sire de Vergy220 Seiten, zahlreiche Notengraphiken
| ISBN 978-3-929379-15-0 | Erscheinungsdatum: 2006 | 29,- € |
Rezension: [...] Und man begreift, dass es tatsächlich ein Desiderat um Offenbach gibt: solch fulminante Analysen seiner Musik. Mit Band 1 ihrer neuen Studienreihe haben die Herausgeber hier ein Tor geöffnet und einen Maßstab gesetzt. Das Buch ist ein Meilenstein der Offenbach-Forschung. (Die Musikforschung, 62. Jg., Heft 2/2009, S. 180 Sp. B - S. 182 Sp. A)
Band 2
Ralf-Olivier Schwarz
Vaudeville und Operette
Jacques Offenbachs Werke für das Théâtre du Palais-Royal
Inhalt: Sich mit dem Musiktheater des 19. Jahrhunderts jenseits von Wagner zu beschäftigen, heißt heute noch immer bereit zu sein, Wertigkeiten mehr oder minder grundsätzlich zu hinterfragen. Nicht selten erweisen sich vermeintlich abgesicherte Urteile als schlichte Vorurteile ohne Grundlage, ist Forschung gleichbedeutend mit Apologie und Rehabilitierung. Jacques Offenbachs Werk bedarf keiner Verteidigung, stellt es doch unbestritten eine der größten musikdramatischen Leistungen des 19. Jahrhunderts dar.Zwar hat das Werk des deutsch-französisch-jüdischen Komponisten Interesse gefunden bei Sozial- und Literaturhistorikern, Germanisten und Romanisten, bei Wirtschaftshistorikern, bei Philosophen und Zeitkritikern, doch eine ernstzunehmende Beschäftigung mit der Offenbachschen Opéra-bouffe gerade aus musikwissenschaftlicher Sicht hat bis heute kaum stattgefunden.
In der vorliegenden Dissertation werden Jacques Offenbachs Werke für das Théâtre du Palais-Royal besprochen: Pascal et Chambord (1838), La Vie parisienne (1866) und Le Château à Toto (1868). Mit der Untersuchung von Pascal et Chambord im ersten Kapitel des Buches wird der musikwissenschaftlichen Forschung ein neues Feld eröffnet: Offenbachs Erstlingswerk für die Bühne galt - wie sehr viele Vaudevilles - bisher als verschollen; im Rahmen dieser Arbeit konnten jedoch neue Quellen gefunden werden, die es möglich machen, das Stück heute zu rekonstruieren .
Grundthese der Studie ist, dass die Offenbachsche Operette nur vor dem Hintergrund des Pariser Vaudeville-Repertoires entstehen konnte. Dabei kommt dem am Palais-Royal gespielten Repertoire - insbesondere der von Eugène Labiche dort entwickelten Dramaturgie des "vaudeville de mouvement" - eine große Bedeutung zu. Deshalb stehen in einem zweiten Kapitel das dramaturgische Umfeld und die (Ur-)Aufführungsbedingungen von Offenbachs Stücken am Théâtre du Palais-Royal im Zentrum der Betrachtung.
Das Schlusskapitel schließlich beschäftigt sich mit Offenbachs abendfüllenden Stücken La Vie parisienne und Le Château à Toto. Beide werden, zum ersten Mal in der musikwissenschaftlichen Forschung, eingehend analysiert und vor dem Hintergrund der spezifischen Bedingungen des "genre Palais-Royal" neu interpretiert. Exkurse zu den Stoffen der Offenbachschen Operette einerseits und zu Operette und Café-concert andererseits gehen darüber hinaus auf bisher vernachlässigte Aspekte der Rezeption der Offenbachschen Operette ein. Der Darstellungsteil wird abgerundet durch zahlreiche Anhänge sowie detaillierte Personen- und Werkregister.
332 Seiten, zahlreiche Notengraphiken
| ISBN 978-3-929379-18-1 | Erscheinungsdatum: 2007 | 39,- € |
Band 3
Peter Hawig
Einladung nach Gerolstein
Untersuchungen und Deutungen zum Werk Jacques Offenbachs
Inhalt:
Kapitel I: Grundsätzliches
"Gelegenheitswerke" aus "kollektiver Kollaboration". Zum anlassbedingten Komponieren Jacques Offenbachs
Kapitel II: Werkbetrachtungen
1) Une nuit blanche - Un mari à la porte - Bagatelle. Nachtgeschichten im Wandel 2) Die Kunstreiterin. Offenbachs "erste Wiener Operette" 3) Les Bavards. Gedankensplitter zur Bäderkultur im 19. Jahrhundert 4) Coscoletto. Anmerkungen und Dokumente zu einem Bad Emser Stück 5) La Grande-Duchesse de Gérolstein. Wasserscheide der Offenbachiade 6) Le Château à Toto und La Diva. Lehrgeld eines Musikdramatikers 7) Le Roi Carotte und seine Quellen bei E. T. A. Hoffmann 8) Barkouf - Boule der Neige - Schneeball. Spuren einer verschollenen Oper 9) Die Rheinnixen. Die ideale konzertante Oper? 10) Robinson Crusoé. Die Oper vom sozialen Dasein 11) Vert-Vert. Nur mit Mozart-Opern zu vergleichen? 12)Les Contes d'Hoffmann. Legenden, Malheure und Glücksfälle einer misshandelten Oper.
Kapitel III:Strukturprinzipien
Formen und Strukturen bei Offenbach. Ausgewählte Untersuchungen und Deutungen
323 Seiten, zahlreiche Notengraphiken
| ISBN 978-3-929379-20-4 | Erscheinungsdatum: 2008 | 39,- € |
Rezension: "Invitation à Gerolstein". C'est justement en partenariat avec la Société Offenbach de Bad Ems que Peter Hawig vient quant à lui de signer, en janvier 2009, son troisième ouvrage consacré à Offenbach: Einladung nach Gerolstein (Invitation à Gerolstein). Outre La Grande-Duchesse, ce volume très détaillé nous apporte un "examen approfondi" et une étude pointue de l'oeuvre d'Offenbach. La mise en lumière de ses grands opéras-comiques présentés Salle Favart prouve l'évolution constante de l'écriture musicale du compositeur qui, dès Robinson Crusoé en 1867, mais surtout avec Fantasio en 1872, annoncait déjà ses Contes d'Hoffmann (1881) hélas posthumes. Ajoutons encore à ces investigations argumentées une interessante comparaison entre les oeuvres qu'Offenbach composait pour Paris et l'adaptation qu'il en effectuait pour Berlin ou Vienne. Notons encore une intéressante étude des Rheinnixen, grand opéra romantique composé par Offenbach, en 1864, pour la métropole danubienne. On peut réaliser l'etendue du travail d'expert réuni dans ce volume édité par la "Hochschule für Musik und Darstellende Kunst de Francfort". Hélas, il n'est pas prévu de traduction francaise. Mais si d'aventure, la langue de Goethe n'a pour vous aucun secret, n'hésitez pas à vous procurer ce volume passionnant de 323 pages! (Opérette No. 152, Aug. 2009,p. 35)
Band 4
Peter Hawig. Jacques Offenbach oder: Der Verlust des Authentischen. Gesammelte Aufsätze. In Vorbereitung.
Band 5
Robert Pourvoyeur
Jacques Offenbach
Essays zur Rehabilitierung eines Komponisten
Übersetzt und herausgegeben von Peter Hawig
Inhalt:
Kapitel I. Offenbach: Der Mensch - seine Passionen - seine Zeit
Kapitel II. Offenbach: Das Werk (Abschnitt 1: Bad Emser Vorspiel, 1 Kapitel; Abschnitt 2: Zu den Offenbachiaden, 13 Kapitel; Abschnitt 3: Zu den Opern, 4 Kapitel; Abschnitt 4: Zu den Operetten nach 1870, 7 Kapitel)
Kapitel III. Offenbach im Kontext - Gattungs- und Stilfragen
Kapitel IV. Anhang des Herausgebers
346 Seiten, 1 Abbildung (von Robert Pourvoyeur)
| ISBN 978-3-929379-22-8 | Erscheinungsdatum: 2009 | 39,- € |
Rezension: C'est un bel hommage à notre regretté ami commun Robert Pourvoyeur, que le Dr. Peter Hawig vient deréaliser en publiant ses écrits concernant Jacques Offenbach, > le < compositeur dont il était le plus fervent admirateur. Chargé par la Haute École de Musique de Francfort-sur-le Main, Peter Hawig a donc compilé, traduit et annoté en allemand des textes de >Bob<, la plupart d'entre eux étant extraits de notre revue >Opérette<. C'est également grâce au Prof. Ackermann, au Dr. Ralf-Olivier Schwarz de Francfort, tous les deux bien connus aux sein des cercles de chercheurs allemands et de l'éditeur B. Muth que ce volume de 350 pages a pu voir le jour. Cette publication ne peut que parfaire la connaissance de Jaques Offenbach dans les pays germaniques et confirmer la renommée de Robert Pourvoyeur comme spécialiste de premier ordre de celui qu'il appelait souvent >le grand Jacques<. Souhaitons que ce magnifique volume qui comporte également, toujours en allemand, quelques textes provenant d'autres sources (notamment de programmes de théâtres) sera un jour traduit en francais. (Opérette 153, Nov. 2009, p. 14)
2)Forum Musikwissenschaft
herausgegeben von Peter Ackermann
Band 1
Hildegard NeuhauserMusikpflege in Bergisch Gladbach im 19. Jahrhundert -
die Unternehmerin Maria Zanders und der Komponist Max Bruch
Inhalt: Die vorliegende Studie stellt die Entwicklung einer in der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Musikkultur in Bergisch Gladbach dar, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Protagonisten dieser recht bald Aufsehen erregenden Kulturarbeit waren drei Persönlichkeiten, deren Namen nicht nur im regionalen Umfeld der Stadt Bergisch Gladbach, sondern über die Landesgrenzen hinaus Klang und Bedeutung hatten: Gemeint sind das Unternehmerehepaar Richard und Maria Zanders, das ein Unternehmen der Papierindustrie mit Weltgeltung aufbaute sowie Max Bruch, der im 19. Jahrhundert als Komponist und Dirigent große Erfolge in Europa und sogar in Amerika feiern konnte.
Ausgehend von der Entwicklung der Stadt Bergisch Gladbach im Allgemeinen wird die bis in die Gegenwart hineinreichende Wirkung aufkeimender musischer Bestrebungen im Besonderen dargestellt, die von Maria Zanders nach dem frühen Tod ihres Gatten im Wesentlichen allein erzielt wurde; ihre Bemühungen galten nicht nur der Restaurierung des Altenberger Doms, sondern auch und vor allem dem Aufbau des Chorwesens, der u.a. in die Gründung des Cäcilienchores, im Jahre 1885 mündete (heute Chorgemeinschaft Zanders Bergisch Gladbach). Dessen Geschichte bis hin zu einem heute renommierten Klangkörper wird ebenso aufgezeigt wie die Bedeutung der Zanders-Nachfolger als Bewahrer des Erbes.
Eng verflochten mit dieser Entwicklung ist Max Bruch, für den der auf einer waldreichen Höhe von Bergisch Gladbach gelegene Igeler Hof über einen Zeitraum von einem halben Jahrhundert Wirkungsstätte und Quell der Inspiration war. Hier schuf er größere und kleinere Werke für Aufführungen wie auch für das alltägliche Musizieren im Hause Zanders. Folgerichtig widmet die Autorin den beiden Zentralfiguren dieser Studie, Max Bruch und Maria Zanders, nicht nur eigene Kapitel, sondern arbeitet auch deren Bedeutung für die Musikentwicklung in Bergisch Gladbach und die vielen Facetten ihrer Freundschaft heraus. Dabei bleiben die kulturhistorischen Betrachtungen nicht auf das Tal des kleinen Baches Strunde beschränkt, sondern werden in den Kontext des Musiklebens im Rheinland gestellt.
In dem von wissenschaftlichen Zielsetzungen ausgehenden Buch wird der geistesgeschichtliche, wirtschaftliche, politische und kulturelle Hintergrund der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts so plausibel dargestellt, das es nicht nur für stadt- und kulturgeschichtlich interessierte Leser jedweder Couleur eine aufschlussreiche Lektüre darstellt, sondern zugleich ein Spiegel dieser Zeit ist. Die Bewunderung für die beiden Protagonisten Maria Zanders und Max Bruch, die sich bei der Autorin aufgrund ihrer Recherchen herausbildete, ist wohltuend temperiert und überträgt sich auf den Leser. Die kritische Darstellung regt zu weiteren Forschungen an; Bilder, Autographe und andere Originaldokumente runden das Buch zu einer insgesamt erfreulichen Lektüre ab.
| ISBN 978-3-923979-12-9 | 196 Seiten , 6 Abbildungen |
26 € |
3)Einzeltitel Claudia Döbert Die Musiksammlung der Grafen zu Solms-Laubach:
Instrumentalmusikdrucke bis ca. 1850
Inhalt: Claudia Döbert hat die Bestände der bislang unbekannten Notensammlung der Grafen zu Solms – Laubach gründlichst gesichtet, geordnet und nach wissenschaftlichen Kriterien einen Katalog für die Instrumentalwerke erstellt. Sie hat damit einen wichtigen Beitrag zur Musikbibliographie des Landes Hessen geleistet.
Der Einführungsteil informiert ausführlich über Entstehung und Inhalt der Sammlung. Bei näherer Betrachtung des Katalogs wird deutlich, daß der Bestand eine ganze Reihe von Kostbarkeiten enthält. Erwähnt seien der Erstdruck von Beethovens Klaviersonaten op. 2, der äußerst selten ist, sowie der Erstdruck der Sonaten für Violoncello und Klavier op. 5, ebenfalls ein Rarissimum. Hervorzuheben sind ferner die zahlreichen verlagsgeschichtlich bedeutsamen Stücke – etwa Drucke des Frankfurter Verlegers Dunst, die in öffentlichen Musikbibliotheken zu den Seltenheiten gehören.In dem Katalog sind 372 Titel wie folgt bearbeitet: vollständige Wiedergabe des Titelblatt-Textes, Erwähnung bildlicher Darstellungen, handschriftlicher Besitzvermerke, Händlerstempel..., soweit möglich Datierung, Hinweise auf die Druckart und den Zustand des Exemplars. Durch die Einbeziehung schöner Titelblätter erscheint die Arbeit nicht nur als Gewinn für die Forschung, sondern auch als erfreuliche Lektüre. Sie umfaßt des weiteren ein Verzeichnis aller im Katalog vorkommenden Komponisten und Bearbeiter mit Lebensdaten.
| ISBN 978-3-923979-04-4 | 143 Seiten, 25 Abbildungen, DIN A 4 | 30 € |